Entgleisungen

Dienstag, 15. August 2017

Erdnussbutterkompensation

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Als Freund der gesunden und ausgeglichenen Ernährung frage ich mich gerade, ob das Unterfüttern eines Erdnussbutterorangenmarmeladestutenbrots mit einer dünnen Schicht cholesterinsenkenden Deli Active Magarine einen so hinreichend kompensierenden Effekt hat, dass ich drei davon essen könnte?

Bitte um schnelles erhellendes Feedback. Bin schon bei Schnitte zwei.

Sonntag, 7. Mai 2017

Bildungskompetenz in NRW

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Dass unsere NRW-Landesmutti Kraft ihren Lieblingsslogan "Kein Kind zurücklassen" 1:1 von einer 2002er Bildungsinitiative des US-Präsidenten George W. Bush ("No child left behind"), immerhin rechter Hardcore-Republikaner, geklaut hat — komm, geschenkt! Aber wenn man sich dann schon in Anzeigen zur anstehenden NRW-Landtagswahl für verstärkte Bildungsanstrengungen die Bluse aufreißt, sollte man wenigstens so minimal clever sein, keinen Rechtschreibfehler im Anzeigentext unterzubringen, der die eigene politische Bildungskompetenz doch ziemlich brachial ad absurdum führt. Peinlicher geht's nimmer, SPD!

Donnerstag, 13. April 2017

You had ONE job, Uhrmacher!

Seit seinem Einstieg bei einer internationalen Strategieberatung wohnt der gar nicht mehr so kleine Neon ja nun schon fast ein Dreivierteljahr in seiner eigenen Wohnung, welche er auch schon ganz ansehnlich mit neuen und Second-hand-Möbeln eingerichtet hat. Sogar die instandgesetzten Lowther-Boxen (herrje, diese Geschichte muss ich ja auch noch zu Ende erzählen) erfreuen sich härtester jugendlicher Inanspruchnahme und dürfen schon seit Monaten endlich wieder ihren satten Sound aus den Exponentialhörnern blasen.

Kürzlich gesellte sich eine riesige Vintage-Wanduhr als schmucker Behang der noch leeren Couchwand dazu, die — weil massives Metall — nur mit vereinten Kräften und 8er-Dübeln ihren Platz fand. Und erst, als sie endlich hang, stutzte einer der helfenden Freunde und machte den kleinen Neon auf etwas Seltsames aufmerksam, das weder er noch (offensichtlich) irgendeine Qualitätssicherung vorher entdeckt hatte.

Kommen wir also zum Oster-Suchspiel: Wer entdeckt, was der Freund gemeint haben könnte?

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Samstag, 29. Oktober 2016

Grausame Halloweenleckerchen

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Schon an früherer Stelle wurde festgestellt, dass Rosenkohl unter Höchststrafe verboten gehört, weil er wie ein nasser Klumpen Tempos schmeckt und der absolut unausweichliche, abscheulich-atemraubende Kochdunst sich frühestens nach brachialem Einsatz von Quadrillionen Sprühflaschen Febreeze etwas neutralisieren lässt. Grauenhaftes Zeuch. Zu nichts zu gebrauchen, außer...

...ja außer wenn diese kleinen nervigen Biester zu Halloween wieder verkleidet an der Türe terrorklingeln und "Trick or Treat" verlangen. Jetzt (spätestens) gilt es, sich einen gefürchteten Namen bei den kleinen Rackern zu machen, damit sie gar nicht erst daran zu denken wagen, an St. Martin wieder vor der Türe zu stehen, maximal eine halbe Strophe "Ich geh mit meiner Laterne" zu singen, und — wer hätte es nicht vermutet — schon wieder energisch Süßigkeiten ohne das Angebot einer brauchbaren Gegenleistung zu verlangen.

Da kommt dieser degoutante Rosenkohl gerade recht! Wir benötigen:

  • eine Schachtel Ferrero Rocher
  • eine Schüssel gekochten, aber noch bissfesten penetranten Rosenkohl
  • eine Prise konspirative Niedertracht

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Anleitung:

  1. Ferrero Rocher vorsichtig entrollen und Inhalt sofort verspeisen oder an sicherem Ort aufbewahren
  2. Goldpapier ordentlich glattstreichen
  3. jeweils einen der schauderhaften Rosenkohle penibel in das Goldpapier rollen
  4. fertige Kugel mit einem Klecks Uhu auf den braunen Papieruntersetzer kleben

Fortgeschrittene verlängern den Prozess bis zur finalen Enttäuschung, indem sie den Rosenkohl noch kurz in eine dünne (aber wirklich dünne) Schokoladensauce tauchen. Diese sollte geschickt mit 3 Esslöffeln Currypaste und/oder reichlich gehackten Chilischoten eingekocht und so dem eigentlichen Schokoladengeschmack böswillig entfremdet werden.

In einem späteren Beitrag für Superfortgeschrittene werde ich noch ausführen, wie man aus abgelaufenen Zwiebeln kandierte Paradiesäpfel herstellt:

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Wir sind bereit. Halloween kann kommen.

Freitag, 27. Mai 2016

Männerprobleme

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Herrje, was bin ich fertig, zutiefst verunsichert, ja, ich möchte sagen, geistig wund geschossen von dieser zersetzenden Kette massiv destruktiver Nachrichten aus dieser Woche.

Erst heißt es lapidar, Frauen werden jetzt auch durch Analverkehr schwanger (erschütternd), dann kann man sich als Mann nicht mal mehr in Ruhe auf die Toilette zurückziehen, ohne dass eine 3m-Python einem das edelste Teil abbeißt (erschreckend) und jetzt soll auch noch eine Frau den neuen James Bond geben (katastrophal).

Nur gut, dass jetzt Wochenende ist. Ich hoffe, ich kann mich bis Montag sammeln und wieder positiv auf mein Leben blicken.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Gesichtspflege mit Ponal

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Hat vielleicht irgendjemand eine Idee, wie es sein kann, dass die vitalisierende Tagespflege "Active Age" von Nivea Men exakt genauso riecht wie Ponal Classic Holzleim?

Und vor allem: Was will mir wohl die Schenkerin damit sagen? Sind meine Falten schon so tief, dass man sie bestenfalls noch kleben kann?

Sind Beiersdorf und Henkel eine geheime Allianz eingegangen und wurde die hohe Verleimungsfähigkeit und transparente Trocknung auch anderenorts als wertvoll für die Gesichtspflege gereifter Männer erkannt? Könnte ich abends vielleicht mit dem aufgefangenen Gesichtswaschwasser noch ein paar Bretter kleben?

Bitte gerne eigenes Produkttestergebnis oder alternativ brauchbare Handwerkertipps hinterlassen.

Mittwoch, 27. April 2016

Das perfide Säuremonster

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Vor einer Woche, da war's ein Superwetter. Und bei Superwetter bekommen Motorradfahrer Lust auf eine kleine SpritzTour. So wie ich. Also truschel ich mich an mit den ganzen Motorradklamotten, Stiefel, Halstuch, Jacke, Helm, Handschuhe, stehe erwartungsfroh vor der Maschine, stecke den Schlüssel in das Schloss, stelle ihn auf Zündung und betätige in sanfter Erwartung eines warmen, bulligen Boxermotorgeräuschs den Starterknopf. "Klack. Zong." macht es und sonst nichts. "Oh nein, nicht der Anlasser", denke ich, während ich erneut starte. "Klack." macht es. Schon kein "Zong" mehr. Das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut. Und das, obwohl ich die Batterie über Winter kontinuierlich bei Zimmertemperatur gepimpert und immer brav nachgeladen habe.

Also nehme ich den BMW-Sitz ab und spreche Auge in Auge mit meiner zickigen Batterie: "Hör mal, solange du deine Kabel unter meinen Sitz steckst, wird das gemacht, was ich will!", versuche ich es mit einer abgenudelten Erziehungsmetapher. Sie schweigt und schaut gelangweilt auf ihren Minuskontakt. "Ich werde dich überladen, bis du dampfst, du phlegmatische Spaßbremse!", werfe ich ihr entgegen, doch ich höre nur ein ignorantes Blubbern aus ihrem Innern. "Ich bau dich aus, du Diva, und bring dich dahin, wo alles für dich endet!". Es ist still, doch ich meine ein leises "Mach doch, du Fußgänger!" zu hören. Unerhört!

Also baue ich die rotzfreche Madonna aus, packe das 5kg-Monster in meine Arme und fahre (ja klar, natürlich mit dem Auto und in vollen Motorradklamotten) zum Wertstoffhof, wo ich ihr die Zukunft ihrer Kollegen auf der Rückgabepalette zeige: "So, du willst also wirklich hierhin, dich zerlegen, auseinanderreißen und zerstören lassen?", hauche ich bedrohlich über ihre Batteriestopfen. Sie brummelt irgendwas von "Ich kann nicht mehr!" und "Sechs Jahre sind genug!" und "Du kannst mich mal am Pluspol...(zensiert)". Naja, das war's dann auch für mich. Ich stelle sie zu den anderen und gehe zurück zum Auto, nicht ohne mich von weitem noch einmal umzudrehen und ihr im Stillen für die gute Zeit zu danken.

Tage später kommt endlich die Neue. Nun regnet es wieder in Strömen, es ist kalt und hagelt. Unfassbar! Wenn ich's nicht wirklich besser wüßte, würde ich wetten, dass das mein perfides Säuremonster organisiert hat.

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Mittwoch, 17. Februar 2016

Rheinwiesenspülung

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Am Samstag wollen Herr und Hund,
am Rhein spatzier'n - das hält gesund,
jedoch der Rhein hat and're Ziele,
und macht aus Wiesen breite Priele,
der Spülung Sinn ist zuzustimmen,
denn Hundehaufen können schwimmen,
und mittlerweile schwimmt der Piesel,
mit Sicherheit bereits in Wesel.
(Düsseldorf, 13.02.2016)

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Dienstag, 25. August 2015

Kreatives Parkplatzdesign

Dieser jüngst eröffnete Parkplatz am Studienort des kleinen Neon in Großbritannien wirft einige Fragen auf. Zumindest, wenn man sich ihn von der weiter oben gelegenen Terrassenwohnung anschaut.

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Zum einen fällt die ausgefallene Nummerierung ins Auge, deren logisches Fortsetzungsdesign sich mir noch nicht vollständig erschlossen hat. Ich vermute, dass die Lösung etwas mit Linksverkehr in Kombination mit arabischer Right-To-Left-Schreibrichtung zu tun haben muss. Zum anderen hätte ich zu gerne mal gesehen, wie jemand mit einem etwas längeren Auto aus der oberen Hälfte ausfahren will, wenn die Parkplätze 14, 28, 29 und (Höchststrafe) einem breiteren SUV auf 30 besetzt sind.

Leider waren noch zuwenige Plätze vermietet und meine Zeit für weitere Parkplatzstudien begrenzt — ich fürchte jedoch, dass dieses Parkplatzdesign in Zukunft so einige Autoversicherer dauerbeschäftigen dürfte.

Dienstag, 7. Juli 2015

Varoufakis in Auflösung

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Quelle: Proyecto Agua

Man muss doch nur mal eins und eins zusammenzählen, dann wird das alles sonnenklar. Ich habe mittlerweile die feste Vermutung, dass man am Wochenende bei Yanis Varoufakis auch diese gehirnverflüssigende Amöbe (Naegleria fowleri) gefunden hat und er deswegen gleich am Montag zurücktreten musste.

Zwar hätte man Varoufakis' irrationale Verhandlungsführung der letzten Monate gut mit einer gefräßigen Amöbe im Kopf erklären können und rückblickend sicher auch viel nachträgliches Verständnis eingeräumt bekommen, jedoch bestanden die maoistischen Trotzkisten in der Syriza nach erster Abwägung darauf, die erratischen Entscheidungen als ideologisch begründet darzustellen und nicht als bloßes Ergebnis eines hungrigen Einzellers, der seinen präfrontalen Cortex verspeist hat.

Man muss sich nur mal vorstellen, welch gute Brutbedingungen die Amöbe hatte. Mal ehrlich, hat irgendjemand auch nur die leisteste Ahnung, wie schön warm das unter einem schwarzen Motorradhelm in Griechenland werden kann? Ich selbst bin vor zwei Tagen bei 38 Grad gefahren und fühlte mich danach, als feierten 20 Amöben eine Grillparty in meinem Hypothalamus. Schön ist das nicht!

Seitdem sehe ich überall Menschen, die an gehirnvertilgenden Einzellern leiden. Zum Beispiel in Griechenland-Talkshows bei Anne Will und Günther Jauch. Und bei Maybrit Illner, die schon jahrelang mit einem eigenen Einzeller lebt. Und damit meine ich jetzt nicht diesen ehemaligen Telekom-Chef.

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