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Musik

Dienstag, 12. Mai 2009

High-End Voodoo

OK, primär dient das natürlich dazu, um Frau Faust noch mehr unter sanften Druck zu setzen, endlich eine Kostprobe ihrer geschulten Sangeskünste zu posten. Ja ja ja, ich will sie einfach lasziv ins Laptop-Mikrofon hauchen hören. ;)

Zum anderen wirkt die Takamine immer äußerst beruhigend auf mich, wenn ich echt sauer bin, also richtig stinkig, also echt unausstehlich, also dann, wenn Mann soweit ist, den originären Skorpion auszupacken. Also wenn die Erde bebt und Lava spuckt und am liebsten explodieren will, weil sie dann schnell weg kommt.

Wenn Kohorten von Mitmenschen angesichts eines einzigen Blickes ernsthaft darüber nachdenken, Suizid zu begehen. Wenn um mich herum Pflanzen ihre Blätter abwerfen, weil sie erhoffen, dadurch gnädig behandelt zu werden und überleben zu dürfen. Wenn mein Hund von selbst in die Platz-Haltung geht und allerängstlichst den Kopf zwischen die Pfoten vergräbt. Dann, wenn Vögel generell kurz erwägen, sich dafür zu entscheiden, tot vom Himmel zu fallen, sprich dann, wenn das siebte Zeichen droht, ist Zeit für die Takamine und Dsus4(add9). Sie beide retten die Welt.

Dann, nach einer kurzen Zeit, bin ich wieder bei mir, und der Himmel hellt wieder auf, und die Vögel zwitschern wieder und der Hund will unverfroren schon wieder was zu fressen. Also alles wieder ganz normal. Takamine ist High-End-Voodoo! Beware, baby!

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Neon!

Samstag, 25. Oktober 2008

Forth

The Verve - Forth

Was für ein unglaubliches Jahr, 1997, vor 11 Jahren, als The Verve mit Urban Hymns ihr unfassbar geniales Meisterwerk heraus brachten, das mich damals aufwühlte, mein Synonym und später sogar die Vorlage für den Namen dieses Blogs bestimmte. Es ist ein warmes, vertrautes Gefühl, an seine Wurzeln zurückzukehren. Heute halte ich "Forth" in den Händen, das neue Album der wieder vereinigten Verve.

Flashback-Rückblenden mit geschlossenen Augen. Niemals wieder habe ich in so kurzer Zeit mehr gelernt über das Leben wie auf diesem wilden, unbeschreiblich pulsierenden Projekt in Frankfurt, mit 25 Kollegen/Innen aus 10 Nationen auf einem globalen, eng durchgeplanten Projekt mit Roll-out über 4 Kontinente.

Zum Beispiel lernte ich Vodkatrinken von Lars, dem Dänen, aufregendes Tanzen von den Französinnen Aude und Selena, etwas über Crossdressing von den Australiern Ivan und Gavin, wie man aus Nichts geniale Snacks macht von Jiri, Alena und Eniko aus Ungarn, und von Carmen, Liseta, Salva, Mayte und Eduardo spanische Flüche (Achtung!: "Hace un calor que te cagas”, “Me cago en la leche”, "De puta madre"), von Kari und Rachel, wie man nach einer durchtanzten und durchfeierten Nacht morgens beim Marriott-Checkin wirklich blendend aussehen kann, von Baiba, Dallas und Susan, dass amerikanische Hamburger exzellent schmecken können, wenn sie handgemacht sind, von John, Joseph und David, dass man Fosters Bier durchaus vor, nach oder parallel zu Caipirinha trinken kann.

Und Michaël, dem Belgier, verdanke ich The Verve. Irgendwann Ende 1997 gab er mir die CD und seine Augen glänzten. Und ich schrieb ihm in einer Mail zurück "I love this CD. I guess I won't give it back to you. Sorry.". Leider schaffte ich es nie, sie live zu sehen: das Torhout-Festival in Belgien, für das wir schon Karten hatten, wurde abgesagt und einige Zeit später trennten sich The Verve. Richard Ashcroft und Nick McCabe waren schon damals sowas wie die Unvereinbarkeit von Richard Burton und Elizabeth Taylor in der Musik.

Wow, und plötzlich sind sie wieder da. Schon die ersten Sounds bringen die Gefühle zurück - nicht dass sie besser wären als damals, aber genau so vertraut und gut, bei Sit and Wonder, Love is Noise und Judas, die melodische Stimme Ashcrofts zu den psychedelischen Gitarren-Riffs McCabes, die immer noch aus einer anderen Welt stammen. Fast 65 Minuten Verve Musik ist mehr als man erwarten durfte, obwohl Ashcroft schon immer etwas zur selbstverliebten, epischen Vertiefung neigte. Aber der beste Song kommt tatsächlich zum Schluss: Appalachian Springs.

I took a step to the left
I took a step to the right
And I saw myself and it wasn’t quite right
Yeah, a step to the dreams
Slippin’ out, slippin’ in and out of dreams.

Gute Worte, und ich weiß sofort für mich, was sie bedeuten, was sie mir ganz persönlich bedeuten...

Keine einfache Musik, nicht schnell zu konsumieren, aber es wird viel Zeit bleiben, sich langsam in sie zu verlieben. Wie es heißt, streiten sich Ashcroft und McCabe schon wieder wie die Kesselflicker. Mit der nächsten CD darf man also allerfrühestens in 11 Jahren rechnen. Sehr schade, aber ich werde warten...

Neon!

Montag, 28. Januar 2008

Magische Nummer(n)

tmn

Zuallererst habe ich den rein visuellen Eindruck, als hätte man vier knuffige Hobbits aus dem Auenland mit der Kelly-Family gekreuzt und sie dann einen Vertrag über Werbung für Weight Watchers unterschreiben lassen.

Doch die Musik, die die zwei pummeligen Geschwisterpärchen aus England abliefern, ist allerfeinster Indie-Pop-Sound der Kategorie "handgemachte Weltklasse". Mehrstimmige Harmoniegesänge, unglaubliche Melodien, perfekt abgestimmte Gitarrensounds, überraschende Tempo- und Lautstärkewechsel - man möchte meinen, die "Mamas and the Papas" und "Crosby, Stills, Nash and Young" haben sich soeben reinkarniert und nennen sich jetzt "The Magic Numbers".

Zum Reinhören empfehle ich die "Undecided EP" sowie folgende Quellen: Risiken und Nebenwirkungen: Diese Gute-Laune-Musik verdrängt sofort jeden Anflug von Depression und ersetzt in CD-Länge mindestens einen vollen Apothekenüberfall. Es kann passieren, dass man beginnt, sich beim Zuhören Blumen ins Haar zu flechten und auf YouTube nach Woodstock-Filmschnipseln zu suchen. Potenzieller Ohrwurmbefall.

Neon!

Dienstag, 17. April 2007

My Star Spangled Banner

Zur Feier des neu angelegten esnips-Accounts hier mal etwas Hochnotpersönliches, Selbsthandgespieltes, Selbstgesungenes, Selbstaufgenommenes, Selbstschlechtgemixtes, entstanden auf einer Takamine EAN-15C nebst temporären Einsatzes einer Ibanez SA-160 QMAM.

Dieser Song-Mix beinhaltet die zwei wohl popu­lärsten Lieder überhaupt: Judy Garland’s „Over The Rainbow“ aus dem Film „Wizard of Oz“ und eine sehr persönliche Fassung der amerikanischen Nationalhymne „Star spangled banner“. Anfang ist entsprechend laut kratzbürstig, aber ich finde, es gehört als Gegensatz zu dem nachfolgenden, ruhigeren Stück einfach dazu. Hoffe, es gefällt.

My Star Spangled Banner

Full download hier.

Neon!

In a neon wilderness

he was restless

Come On

and tune in to the bittersweet symphony

Sonnet

Life is either a daring adventure or nothing. To keep our faces toward change and behave like free spirits in the presence of fate is strength undefeatable.”

(Helen Keller - American Author and Educator who was blind and deaf. 1880-1968)



neonwilderness[AT]ymail[DOT]com

Weeping Willow

Quasi Bates Hotel in...
Quasi Bates Hotel in Neuauflage.
Mahakala - 17. Dez, 17:03
Also bei mir ist sie...
Also bei mir ist sie auch nicht. Hoffentlich ist sie...
NeonWilderness - 17. Dez, 16:42
Mein
ist Frau Araxe jedenfalls nicht. Geringelt oder ungeringelt.
pathologe - 17. Dez, 16:19
Sein oder nicht Sein,...
Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage ...
Mahakala - 17. Dez, 15:58
Frau Araxe ringelt doch...
Frau Araxe ringelt doch nicht mehr - die ist jetzt...
NeonWilderness - 17. Dez, 15:34
durchringeln etwa?
durchringeln etwa?
pathologe - 17. Dez, 15:26
Mein Gott, dieses Blog...
Mein Gott, dieses Blog stürzt ins Bodenlose! Wenn...
NeonWilderness - 17. Dez, 15:23
Nicht ohne meine Ringelsocken!
Nicht ohne meine Ringelsocken!
Mahakala - 17. Dez, 15:15

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Zuletzt aktualisiert: 17. Dez, 17:03

Lucky Man