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Freitag, 11. September 2009

Gescheitertes Loslassen

Eigentlich hatte ich mir vor ein paar Wochen vorgenommen, loszulassen. So einfach, wie man ein Buch zuklappt, wenn man es zu Ende gelesen hat. So, wie wenn man einen geliebten Menschen zum Abschied küsst. So, wie wenn man sich zu jemandem noch einmal umdreht, lächelt und winkt, bevor man in den Zug steigt.

Ich war noch einmal dort, wo ich gelebt und gearbeitet hatte, sah in das Loch mit den unbegreiflichen Ausmaßen, brauchte Zeit, um mich zu orientieren. So vieles war verschwunden, Türme, Häuser, Wege, Hotels. Und Menschen. All das sah ich mit meinen eigenen Augen. Und dann versuchte ich loszulassen. Ich wollte nicht mehr die Gesichter der nun Toten sehen. Nicht mehr über die Jumper nachdenken. Nicht mehr reflektieren, was ich getan hätte, wäre ich am 11. September 2001 noch in einem Meeting auf einer der obersten Etagen gewesen.

Aber so einfach ist das nicht. So, wie manches Buch noch nachwirkt, wenn man die letzte Seite schon lange gelesen hat. So, wie man diesen letzten Kuss nie vergisst. So, wie wenn man brennende Sehnsucht fühlt, obwohl man lange fortgegangen ist. Ich weiß jetzt, die Türme werden immer bleiben, in mir. Und es ist gut, dass es so ist.

Neon!
pathologe - 11. Sep, 19:13

Auch

ohne solch krasse Erinnerungen gibt es bei mir bei bestimmten Orten kein Vergessen. Liegt aber in der Sache. London, Khartoum, Abuja...

NeonWilderness - 12. Sep, 18:53

Ja, und mittlerweile glaube ich auch, dass dies durch Zeitablauf nicht notwendigerweise schwächer wird. Zumindest waren die letzten 8 Jahre bezogen auf diesen Fall relativ wirkungslos.
antworten
rinpotsche - 11. Sep, 19:24

Was ist Loslassen? Sich die Gedanken darüber verbieten ist durchaus möglich, da beherrschbar, aber was soll man mit den autark lebenden Gefühlen tun? Zulassen wäre eine bessere Strategie!

NeonWilderness - 12. Sep, 18:53

Habe ich jetzt auch gemerkt. Hätten Sie ja auch mal früher sagen können. ;)
antworten
catebanshee - 11. Sep, 20:29

Sie haben Post.

NeonWilderness - 12. Sep, 18:53

Re-Mail! Und danke, Frau Banshee!
antworten
Mahakala - 11. Sep, 23:09

Lass Dich mal in den Arm nehmen, Baby!

NeonWilderness - 12. Sep, 18:54

Von Namensvettern immer, Baby!
antworten
C. Araxe - 12. Sep, 13:55

Erinnerungen am Leben lassen, heißt nicht unbedingt, dass man damit die Gegenwart und/oder Zukunft tötet.

NeonWilderness - 12. Sep, 18:54

Manchmal stehen sie einem aber ganz schön im Weg, die Erinnerungen. Jedoch, ohne sie wäre es wiederum ein stück grauer - also behalte ich sie lieber...
antworten
Monsterkeks - 12. Sep, 19:17

Gestern habe ich an dich gedacht.

NeonWilderness - 13. Sep, 01:25

;)
antworten

In a neon wilderness

he was restless

Come On

and tune in to the bittersweet symphony

Sonnet

Life is either a daring adventure or nothing. To keep our faces toward change and behave like free spirits in the presence of fate is strength undefeatable.”

(Helen Keller - American Author and Educator who was blind and deaf. 1880-1968)



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Weeping Willow

Wegen der Quitten oder...
Wegen der Quitten oder weil Frauen (vgl. Frau Monsterkeks)...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:19
Gibt's da in der Statistik...
Gibt's da in der Statistik nicht einen "Stabmixerindikator"?...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:18
Ja sicher. Wahrscheinlich...
Ja sicher. Wahrscheinlich sitzt Ihnen Ramona dabei...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:14
Das wünsch ich Ihnen...
Das wünsch ich Ihnen auch, Frau Faust. Und Gesundheit,...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:09
was mich interessieren...
was mich interessieren würde: wie lange erfreuen...
rebhuhn - 2. Jan, 01:03
Ich würde gerne...
Ich würde gerne so ein Glas Marmelade haben.
Mahakala - 1. Jan, 21:23
Stabmixer reimt sich...
Stabmixer reimt sich jedenfalls nicht auf Vibrator!...
Mahakala - 1. Jan, 21:22
Das hatte ich übrigens...
Das hatte ich übrigens sofort nach dem Erscheinen...
Eugene Faust - 1. Jan, 20:25

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Lucky Man