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Sonntag, 7. Dezember 2008

Besuch vom Geist der vergangenen Weihnacht

Ghost of the Christmas Past

Gestern Nacht besuchte mich der Geist der vergangenen Weihnacht. Vielleicht lag es daran, dass ich Freitagabend "Scrooged" ansah, einen Film, den, seit ich ihn zum ersten Mal während einer unwirklichen, stürmischen, endzeitartigen Hurrican-Nacht in einem einsamen Vorstadthotel in Palm Springs sah, mich stets am Ende zu Tränen rührt, dann, wenn der schwarze, stumme Junge von Bill Murray's Sekretärin Grace wieder zu reden beginnt und alle in den Song "Put a little love in your heart" einstimmen.

Ich sah also bestimmt zum 10.Mal, wie die drei skurrilen Weihnachtsgeister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einem zynischen Bill Murray eine harte Lektion in Menschlichkeit und Nächstenliebe erteilten und wie immer schnürte es mir am Ende die Kehle zu, als der kleine Calvin nach fünf Jahren zum ersten Mal spricht und "God bless us, every one" sagt. Was letztlich ein für alle mal beweist, dass auch Atheisten sehr sehr sentimental sein können.

Später dann fiel ich in einen tiefen Schlaf und bald darauf erschien auch mir der Geist der vergangenen Weihnacht. Er führte mich ein paar Jahre zurück nach Heidelberg auf den Weihnachtsmarkt und ich sah ein kleines, 3-jähriges Mädchen, das zum ersten Mal auf einem Kinderkarussell saß, noch etwas ängstlich, aber mutig lächelnd die aufmunternden Blicke der zwei Erwachsenen suchend, die eng umschlungen jede ihrer Runden verfolgten. Der Geist der vergangenen Weihnacht ließ mich die Bilder der duftenden Gassen und Stände sehen, mich schnuppern an Bratwürsten und Glühweinen. Ich sah uns ganz nah beim All-you-can-eat-Chinesen, von ruhigen diskreten Beichtstühlen träumend, lachend und glücklich erzählend, irgendwann den Buggy zum Parkhaus an der Heilig-Geist-Kirche schiebend, wissend, dass der kleine Racker erst schläft, wenn wir in unseren Autos auf der Autobahn sind.

"Warte", rief ich schlafend dem Geist der vergangenen Weihnacht zu, "lass mich noch nicht aufwachen". "Du kannst die Vergangenheit nicht festhalten!", flüstert er in meinen Traum, "aber ich sage es gerne dem Geist der zukünftigen Weihnacht". Geister können Wünsche sehen, ohne dass man sie ausspricht, denke ich noch, während meine Gedanken weiter in der Nacht Karussell fahren und nach vertrauten Gerüchen schnuppern.

Neon!
Mahakala - 7. Dez, 11:40

Das sind die Träume, von denen man mit einem Lächeln aufwacht!
*voll neidisch

NeonWilderness - 8. Dez, 10:57

Stimmt genau. Sie kennen das also, Herr Mahakala! ;)
antworten
Mahakala - 8. Dez, 11:34

Ich kenne die Angst vor'm Einschlafen nach einem Albtraum.
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 11:41

Hm, das klingt unschön. An der Stelle muss ich zugeben, dass auf der Liste meiner Erinnerungen ein Albtraum fehlt. Tatsächlich kann ich mich nicht daran erinnern, jemals einen gehabt zu haben.
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 12:01

Oh, ein Weihnachtswunsch? *fg*
antworten
Mahakala - 8. Dez, 12:02

Ich hatte mal einen vom Pabst an Ostern; im Radio wurde Urbi et Orbi übertragen, während ich im Schlummer dalag ...
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 12:14

@Frau Araxe - ich würde es bestimmt vorziehen, wenn Sie keine albtraumhafte Wirkung auf mich haben. Und das schaffen Sie bestimmt auch, wenn Sie wollen sich anstrengen. ;)

@Herr Mahakala - Papst an Ostern... Hm, wir kommen aber jetzt nicht wieder auf fehlende Eier zu sprechen, oder? *g
antworten
Mahakala - 8. Dez, 12:15

Doch nicht beim Pabst!?!
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 12:25

Nee, der hat doch keine! Zumindest keine österlich Gefärbten.
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 09:51

Schön, wenn man sich an schöne Träume erinnern kann. Und überhaupt an Schönes erinnern kann.

NeonWilderness - 8. Dez, 10:59

Bestimmt gibt es so einiges Schönes, an das Sie sich auch erinnern können. Sie verschweigen es hier nur schamhaft! *s
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 11:02

Also gut. Die letzte schöne Erinnerung betrifft den heutigen Morgen.
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 11:20

Soso. Aha. Wäre es zu schamlos, Sie um ein paar mehr Details zu bitten, um beurteilen zu können, ob "schön" das richtige Attribut für diese Erinnerung ist?
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 12:05

Ich halte es für unfair, wenn Sie sich als Prinzipienreiter in Schweigen hüllen, aber von anderen alles ganz genau wissen wollen.
antworten
Mahakala - 8. Dez, 12:11

Tausendfaches Schweigen. *platzt vor Neugier
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 12:18

@Frau Araxe - was sind erzählte Erinnerungen gegen aktuell Gelebte und Gefühlte!? Sie stehen doch sicher auch eher auf die Live-Version! Na also, dann interessiert Sie doch meine Liste eigentlich gar nicht. *s

@Herr Mahakala - sie legt eh erst los, wenn wir geplatzt sind.
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 12:29

Es geht doch nur ums Prinzip. *g*
antworten
Mahakala - 8. Dez, 12:35

*hmpf
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 12:53

Frau Araxe - erstmal geht es hier um das Prinzip der Nächstenliebe und Menschlichkeit. Schauen Sie sich Herrn Mahakala an: der raucht schon vor anstrengendem Schweigen aus den Ohren wie ein Dampfkochtopf kurz vor Ende der Garzeit. Sie möchten doch auch nicht, dass er platzt. Also geben Sie sich einen Ruck und erzählen Sie und von Ihren morgendlichen Hochgefühlen sofern sie jugendfrei sind. ;)
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 14:04

Eben. Es geht um Nächstenliebe und so. Deswegen sage ich lieber nichts. *g*
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 15:04

Ich darf mal zusammenfassen: Sie haben heute Morgen schamlos einen Nächsten geliebt und möchten darüber jetzt schamhaft nichts erzählen!? Herr Mahakala und ich verstehen das sehr gut!
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 15:17

Die Nächstenliebe bezog sich eigentlich eher auf Sie und Herrn Mahakala.
antworten
caliente_in_berlin - 8. Dez, 15:19

hach, ist das alles spannend hier...
*knabbert popcorn*
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 15:37

@Frau Araxe - Herr Mahakala ist mir wirklich sehr sympathisch, auch wenn er das Angebot ausgeschlagen hat, mein eineiiger Reichsmarschall in Großneonland zu werden. Um ihn als nächsten zu lieben, müßte ich aber wahrscheinlich erst Frau werden und ihn dann mal kennenlernen. Man liebt ja nicht mal eben so spontan! *s

@Frau Caliente - wenn Sie nur zugucken wollen, kostet es € 8,- Gaffergebühr.
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 15:41

Nennen wir es einfach Erbarmen. (Nämlich das, was ich Ihnen und Herrn Mahakala erspare.)
antworten
caliente_in_berlin - 8. Dez, 15:42

Mit mir hat wieder keiner Erbarmen. 8 Euro...tz!
antworten
C. Araxe - 8. Dez, 15:44

Doch, Frau Caliente. Sehr viel sogar. Ich hätte ja einen Finger gefordert.
antworten
caliente_in_berlin - 8. Dez, 15:46

...und wenn ich Ihnen dann den kleinen Finger gebe, nehmen Sie gleich die ganze Hand...
antworten
NeonWilderness - 8. Dez, 15:49

@Frau Caliente - wenn Sie sich während des Zuguckens nackt in Erdnussbutter wälzen, brauchen Sie nichts zu bezahlen!

@Frau Araxe - Ersparen Sie sich lieber weiteres Erbarmen: Herr Mahakala und ich wissen, was wir aneinander haben! *g
antworten
Mahakala - 8. Dez, 20:26

Äh, was denn, Herr Neon?? *gg
antworten
NeonWilderness - 9. Dez, 15:00

Spaß, Herr Mahakala, Spaß! *g
antworten
Mahakala - 9. Dez, 15:00

Das lässt sich schwerlich verneinen!
antworten
NeonWilderness - 9. Dez, 15:02

Wenn Sie nur nicht immer so reden würden, als hätten Sie 'nen Stock im Hintern... *g
antworten
Mahakala - 9. Dez, 15:07

Jetzt werden Se mal nicht frech, Herr Neon; bloß weil Sie der armen Frau Araxe eine klitzkleine Nachlässigkeit vorhalten können, müssen Sie nicht gleich übermütig werden! *s
antworten
C. Araxe - 9. Dez, 15:10

Ts ... Herr Frau Neon muss erst einmal nachsitzen. :·P
antworten
NeonWilderness - 9. Dez, 15:43

Hah! Herr Swiss hat die Richtigkeit meiner Gedankengänge und komplizierter Berechnungen ja im Nachhinein richtig interpretiert! Bitte stellen Sie sich jetzt auf die Mönckebergstraße und rufen Sie laut "Ich bin ein mathematisches Desaster!". ;)
antworten

In a neon wilderness

he was restless

Come On

and tune in to the bittersweet symphony

Sonnet

Life is either a daring adventure or nothing. To keep our faces toward change and behave like free spirits in the presence of fate is strength undefeatable.”

(Helen Keller - American Author and Educator who was blind and deaf. 1880-1968)



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Weeping Willow

Wegen der Quitten oder...
Wegen der Quitten oder weil Frauen (vgl. Frau Monsterkeks)...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:19
Gibt's da in der Statistik...
Gibt's da in der Statistik nicht einen "Stabmixerindikator"?...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:18
Ja sicher. Wahrscheinlich...
Ja sicher. Wahrscheinlich sitzt Ihnen Ramona dabei...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:14
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rebhuhn - 2. Jan, 01:03
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Eugene Faust - 1. Jan, 20:25

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