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Dienstag, 17. November 2009

As time goes by

You must remember this
A kiss is just a kiss, a sigh is just a sigh.
The fundamental things apply
As time goes by.

Freitag, 13. November 2009

Geschicktes Marketing

Die schwierige Frage "Wie kann man den potenziellen Käuferkreis für ein schnödes Buchhaltungsprogramm mit dem desaströsen Spannungsbogen einer 10-stündigen Live-Angelsportübertragung doch noch signifikant steigern?" beantwortet das Unternehmen METRO in seinem jüngsten Non-Food Prospekt elegant und nachgerade sprachgenial. Wer möchte sich wohl nicht - je nach Tagesform immer oder zumindest ab und zu - als jemand bezeichnen, der Freude an seinem Beruf hat.

Ich hege jedoch Zweifel, ob die Freude durch den Einsatz von WISO Buchhalter 2010 nachhaltigen Bestand hat. Das bleibt sicher ein genialer Einmaltippfehler-Marketingansatz.

Neon!

Mittwoch, 11. November 2009

Gemalte Lebenserfahrung

Und heute wieder aus unserer beliebten Reihe "Gemalte Lebenserfahrung": Mögliche Seiteneffekte der dualen Arbeitsbelastung in diametralen Jobs.

Neon!

Montag, 9. November 2009

Bleierne Matratzengruft

Stille. Eine bleierne, bedrückende Schwere liegt wie eine meterdicke Schicht von Schmerz und Elendigkeit über dieser Wohnung. Ich sitze am Küchentisch meiner Eltern und starre auf die Präsentation auf meinem Laptop, die ich bearbeiten sollte - doch meine Gedanken sind weit weg.

Leise höre ich das ruhige, beständige Ticken der schweren Eichenstanduhr aus dem Wohnzimmer, während mein Blick über die furnierten Küchenschränke flimmert, die mich an die lang vergangene Zeit erinnern, in der ich hier wohnte. "Hast Du am Mittwoch ein paar Stunden Zeit?", fragt meine Mutter am Telefon und ihre Stimme hat etwas bedrohlich Flehendes, "...ich muss mal hier raus". "Ja, ich werde um halb zwei da sein", sage ich und achte darauf, das nichts passiert, was mein Versprechen auch nur im Entferntesten gefährden könnte.

Kurz sprechen wir noch, über das Morphiumpflaster und das grüne Kontrolllicht des Druckwechselbetts. Dann höre ich die Haustüre zufallen - und ich bin alleine, mit meinem Vater. Unbeweglich liegt er in dem Bett, das mittels einer Maschine auf dem Boden periodisch die Liegeflächen der Matratze mittels Pressluftzufuhr verändert. Es ist dieser Moment, in dem man von der leibhaftigen Existenz von Druckwechselmatratzen erfährt, allerspätestens dann, wenn das eisige Prinzip unverschuldeten Siechtums und kalter, böser, langer Sterblichkeit sich Platz greift in deinem unschuldigen, naiven und bislang lebensfrohen Hirn und deine Welt nicht mehr dieselbe ist. Von jetzt auf gleich. Und nimmermehr.

Wie tot liegt er da. Der Kopf wie die Totenmaske von Heinrich Heine. Den Mund geöffnet. Die Wangen tief eingefallen, die Augen geschlossen. "Paps, ich bin hier, möchtest du etwas trinken?", frage ich meinen Vater. "Jaaa", kommt es leise stöhnend und mit immer geschlossenen Augen zurück. Ich nehme den Trinkbecher mit dem Cola-Wassergemisch und berühre vorsichtig seine Unterlippe. Zweimal saugt er an der Lasche des Bechers, dann lösen sich seine Lippen. "Hast Du Schmerzen?", frage ich, während ich seine Hand halte. Kaum merklich bewegt sich sein Kopf und beendet die Verneinung, als wenn sie unendlich Kraft gekostet hätte. Dann sitze ich wieder am Küchentisch und sende leere Blicke auf die Powerpoint-Slides, bevor ich resignierend aber voller Sinn den Bildschirm zuklappe.

Heute, jetzt, treffe ich die Entscheidung, dass ich nicht so gehen werde. Wenn die Zeit kommt, einst, und hoffentlich weit entfernt, werde ich mein Leben beenden, so es irgendwie in meiner Macht steht, und nicht ein Sklave der bleiernen Matratzengruft werden. Niemals.

Eine Woche später. "Du musst sofort kommen", sagt meine Mutter, "dein Vater glaubt mir nicht, dass wir vor 5 Jahren umgezogen sind". Als ich ankomme, redet er mit geschlossenen Augen. Manchmal klar, manchmal wirr. "Weisst Du, wo Du bist?", frage ich ihn. "Siehst Du den grünen Frosch da?", fragt er mich mit geschlossenen Augen. Nur kurz rebelliert mein sachlich-logisches Gehirn, dann schließe auch ich die Augen. "Ja, Paps, den sehe ich", sage ich und lege meine Hand auf seine rechte Wange.

Neon!

In a neon wilderness

he was restless

Come On

and tune in to the bittersweet symphony

Sonnet

Life is either a daring adventure or nothing. To keep our faces toward change and behave like free spirits in the presence of fate is strength undefeatable.”

(Helen Keller - American Author and Educator who was blind and deaf. 1880-1968)



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Weeping Willow

Brocken
oder Schachtel?
pathologe - 19. Nov, 14:31
Es erinnerte Sie seinerzeit...
Es erinnerte Sie seinerzeit an Ihren 5.ten Ex aus Südamerika,...
NeonWilderness - 19. Nov, 14:29
Wieso sind wir eigentlich...
Wieso sind wir eigentlich wieder von Nutella zu Erdnussbutter...
caliente_in_berlin - 19. Nov, 14:23
Ich
wusste es. Infinitesimale.
pathologe - 19. Nov, 14:00
Aber
sischer dat! Auch mit Herrn Ns schönsten und höchsten...
Mahakala - 19. Nov, 13:55
Ach lassen Sie mal, Herr...
Ach lassen Sie mal, Herr Pathologe. Herr Mahakala ist...
NeonWilderness - 19. Nov, 13:54
Ich
wohl kaum. Aber der Herr M. Mit angeschnallten Pumps...
pathologe - 19. Nov, 13:51
Das Niveau dieses Blogs...
Das Niveau dieses Blogs habe ich von Anfang an mit...
NeonWilderness - 19. Nov, 13:48

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Zuletzt aktualisiert: 19. Nov, 14:31

Lucky Man