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Montag, 14. September 2009

Eiskalte Glücksgefühle

Ich bin ein mysteriöses Bündel seltsamer chemischer Prozesse. Manche davon würde ich gerne besser verstehen. Ein Beispiel: Wenn ich mich im Fitnessclub Vitalstudio meines Vertrauens nach etwa zweieinviertel Stunden intensiver Muskelquälerei in die finnische Sauna begebe und dort so richtig hochglühe, mich dann eiskalt unter der Schwalldusche abschrecke, habe ich, während ich entspannt auf einer Liege ruhe, intensive Glücksgefühle.

Nicht etwa so ein banales, platonisches Zufriedenheitsgefühl, das man ja zu Recht haben dürfte, wenn man stundenlang gegen seinen inneren Schweinehund und alle eisenhaltigen Geräte im Studio angekämpft hat. Nein, Ströme von Glück wabern durch mein peripheres Nervensystem, verästeln sich neugierig in 43 Nervenpaaren, saturieren auf dem Weg mein Medulla Spinalis und lassen Interneurone und Motoneurone eine wilde Party feiern.

Ich vermute, die Hitze der Sauna in Verbindung mit der genetisch programmierten Urangst des Menschen, elendig zu verbrennen, aktiviert hormonelle Botenstoffe (z.B. Adrenalin), die dann bei der glücklichen Rettung durch die eiskalte Schwalldusche flugs zu Dopamin umgebaut werden. Jedenfalls bei mir.

Dann sprang mich ein seltsamer Gedanke an: Ob Eier wohl genau so empfinden, wenn sie gekocht und dann abgeschreckt werden? Ich möchte gerne daran glauben, weil ich lieber glückliche Eier von glücklichen Hühnern esse, die von gewaltfrei aufgezogenen Bauern freilaufend gehalten werden.

Am kommenden Samstag werde ich mich versuchsweise nach fünfeinhalb Minuten des Kochens mit sanfter Stimme an das Ei wenden: "Hey, Du, ich weiß genau, wie Du dich gerade fühlst. Ich kenne das. Noch ist Dir furchtbar heiß, aber warte, bis ich Dich gleich unter eiskaltes Wasser halte. Das wird Dir wirklich gefallen!".

Wenn ich dazu noch James Brown's "I feel good" auflege, wird es ein unvergessliches Erlebnis für das Ei werden. Sicher wird es diesen respektvollen Umgang zu schätzen wissen. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, wo es in meinem Mund verschwindet.

Neon!

In a neon wilderness

he was restless

Come On

and tune in to the bittersweet symphony

Sonnet

Life is either a daring adventure or nothing. To keep our faces toward change and behave like free spirits in the presence of fate is strength undefeatable.”

(Helen Keller - American Author and Educator who was blind and deaf. 1880-1968)



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Ich musste selbst nachrechnen, Frau Rebhuhn, und das...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:41
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Wegen der Quitten oder weil Frauen (vgl. Frau Monsterkeks)...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:19
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Gibt's da in der Statistik nicht einen "Stabmixerindikator"?...
NeonWilderness - 2. Jan, 03:18
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NeonWilderness - 2. Jan, 03:14
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NeonWilderness - 2. Jan, 03:09
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rebhuhn - 2. Jan, 01:03
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Ich würde gerne so ein Glas Marmelade haben.
Mahakala - 1. Jan, 21:23
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Stabmixer reimt sich jedenfalls nicht auf Vibrator!...
Mahakala - 1. Jan, 21:22

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